Tiefensondierung

TIEFENSONDIERUNG

Die Tiefensondierung ist eine Sondierung mittels Bohrungen, die nach Sicherheitstechnologie bis in die Tiefe des zu erwartenden Bombenhorizontes abgeteuft und mit Kunststoffrohren verrohrt werden. Eine Tiefensondierung, oder auch Bohrlochsondierung genannt, führt man bei Bombenblindgängerverdachtspunkten, bei Pfahlgründungen, an Verbauträgern oder -wänden, sowie an zu rammenden Spundwänden durch.

Die erforderlichen Bohrungen können mit einem einfachen Schneckenbohrgerät, einer Hohlbohrschnecke und mittels Einspülen (i.d.R. im Wasser mittels Einspülen) durchgeführt werden.

Beim Bohren mittels Schnecke oder Hohlbohrschnecke wird nach Abteufung der Bohrung ein Kunststoffrohr in das Bohrloch eingebaut, in dem anschließend die Tiefensonde zur Sondierung eingeführt wird. Nach erfolgter Sondierung wird das Kunststoffrohr wieder ausgebaut bzw. gezogen und das Bohrloch mit dem Bohrgut oder mit Liefermaterial (je nach Erfordernis) wieder verfüllt. Beim Bohren mittels Einspülen wird das Kunststoffrohr direkt in den Boden eingespült und nach erfolgter Sondierung wieder gezogen.

Die Sicherheitstechnologie sieht vor, dass die erste Tiefenbohrung in 2 m Abschnitten abgeteuft und nach jedem Abschnitt sondiert wird. Das zweite Bohrloch kann ohne Unterbrechung in die erforderliche Tiefe abgeteuft werden und ist dann zu sondieren. Vor dem abteufen des jeweils weiteren Bohrlochs der ersten Reihe ist in jedem Bohrloch eine vollständige Tiefensondierung durchzuführen. Die zweite Bohrlochreihe kann ohne Zwischenkontrolle in voller Länge abgeteuft werden, wenn sie im angestrebten Suchraster parallel zur ersten Reihe verläuft.

Mit der Tiefensonde kann man bei einem Radius von 0,75 m sicher die Sondier-Ergebnisse interpretieren, daher werden folgende Raster bei der Tiefensondierung angewendet:

Pfahlgründungen

Pfahlgründungen

Spundwand- oder Verbauachsen

Spundwand- oder Verbauachsen

Bombenblindgängerverdachtspunkte

Bombenblindgängerverdachtspunkte